Spedition am Güterbahnhof Bremen
Am 12. und 13. Mai führten die Improvisatoren und Musikproduzenten von KLANK gemeinsam mit 70 Mitwirkenden in der Spedition am Güterbahnhof das Konzertereignis GROSSES LERNEN auf.
KLANK, das sind: Reinhart Hammerschmidt, Christoph Ogiermann, Tim Schomacker und Hainer Wörmann www.myspace.de/klankbremen
Neben KLANK waren beteiligt:
- das Blasensemble Lauter Blech
- über 40 Schülerinnen und Schüler der Grundschule an der Landskronastraße in Bremen-Marßel und ihre Lehrerinnen und Lehrer
- das eigens für dieses Konzertereignis zusammengestellte Cardew-Ensemble, bestand aus Menschen verschiedener künstlerischer Sparten und anderer Professionen
- die Filmemacherin und Bildende Künsterlerin Monika B. Beyer
- die Bildenden Künstlerinnen Anne Schlöpke und Dina Koper
GROSSES LERNEN eine zeitgenössische Musik/Performance in Spielfilmlänge.
Die einzelnen Elemente des Konzertereignisses entstanden in einer Serie von Workshops gemeinsam mit den Spieler/innen.
Gemeinsam mit der Filmemacherin Monika B. Beyer entwickelte KLANK ein sich beständig veränderndes grosses Bühnen-Setting, das die verschiedenen, über das Musikalische weit hinausgehenden Fragestellungen und Erarbeitungsprozessen in den Raum hinein nimmt.
Wie die einzelnen Elemente der vierteiligen Komposition GROSSES LERNEN speist sich der Aufführungsraum gezielt aus einer Vielzahl künstlerischer Erfahrungen. Zentrale kompositorische und performative Arbeitsfelder sind die Verhältnisse Simultanität / Ensemble; Dauer / Geschwindigkeit; Raum / Klang sowie Körper / Instrument.
In Anlehnung an The Great Learning (1968/71), eine Komposition des englischen Komponisten Cornelius Cardew (1936 1981), ist ein abendfüllendes Konzertereignis entstanden, das Cardews musikalische Ideen von der Zusammenarbeit einer großen Zahl künstlerischer Enthusiasten mit UND ohne musikalisch-instrumentale Ausbildung unter gegenwärtigen kompositorischen, performativen und gesellschaftlichen Bedingungen überprüft.
GROSSES LERNEN war also nicht eine Wiederaufführung älteren Materials, sondern die Präsentation neuer Erfahrungen nach Anregungen aus den damaligen Versuchen zu einer neuen Musikpraxis. Nicht nur im Hinterkopf steht die Frage, was denn in einem umfassenden Sinne zeitgenössische Musik sein könnte. Besonderer Berücksichtigung finden dabei die emotionalen, physischen, psychischen und historischen Bedingungen des Musik-Machens. Darum auch verbinden sich echte Instrumente mit anderen stimmlichen und gegenständlichen Klangquellen.
Photos: Rolf Schoellkopf - All rights reserved -













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