NOVA Sendesaal 2014 III: Ensemble New Babylon – 22. Juni 2014

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ENSEMBLE NEW BABYLON (Bremen)
Benedikt Bindewald – Violine | Klaus Heidemann – Viola | Lynda Anne Cortis – Violoncello | Isabelle Raphaelis – Flöte | Benjamin Fischer – Oboe | Martin Abendroth – Klarinette | Johannes von Buttlar, Hsin Lee – Schlagzeug | Mireia Vendrell del Álamo – Klavier | Daria Karmina Iossifova – Klavier | Dirigent: René Gulikers

Michael Quell (*1960): Anamorphosis 2 (2002/03) für Ensemble
Art-Oliver Simon (*1966): „Schwarze Stille“ (2005) für Kammerensemble
Irina Emeliantseva (*1973): „Mirage“ für Kammerensemble
Jörg Birkenkötter (*1963): „Schwebende Form“ (1999) für Kammerensemble
Alexander Müller (*1987): Lidschlag (2013) für Oboe, Cello und Klavier
Andreas Paparousos (*1975): Auftragskomposition: 1·2 (2014) für Klavier solo (UA)

Ausgangspunkt für die Programmkonzeption dieses Konzertes war es, in Bremen noch unbekannte Komponisten vorzustellen und das Ensemble New Babylon für die Interpretation zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Dirigenten Ernst-Helmuth Flammer wurden Werke für Kammerensembles von Michael Quell, Art-Oliver Simon und Irina Emiliatseva ausgewählt. Dazu stehen Komponisten auf dem Programm, die mit dem Ensemble New Babylon sehr verbunden sind: Andreas Paparousos mit einem Kompositionsauftrag, sowie Alexander Müller und Jörg Birkenkötter.

Das Ensemble New Babylon wurde mit seinem Debutkonzert im November 2012 in der Weserburg unter der Schirmherrschaft des regierenden Bürgermeisters der Hansestadt Bremen Jens Böhrnsen ins Leben gerufen, mit dem Ziel, in Bremen die Neue Musik wieder im Kulturgeschehen zu etablieren. Es trägt seinen Namen aus der Idee heraus, mit Musik Menschen verschiedensten Hintergrunds zusammenzuführen und gemeinsam das Schöne im Ungewohnten und Neuen zu entdecken. Es ist ein festes Anliegen des Ensembles, durch die emotionale Kraft der Musik für mehr Toleranz und Verständnis gegenüber dem „Anderen“ zu sorgen. So ist das Projekt ein Beispiel für das friedliche, freundschaftliche und gleichzeitig erfolgreiche Zusammenwirken von völlig unterschiedlichen Menschen, egal welch politischer Hintergrund in ihren Ländern herrscht. Fester Bestandteil der Konzerte des Ensembles ist das Nutzen von ungewöhnlichen Spielorten mit bestimmter Thematik. So entstanden beispielsweise das Projekt mit der Funkband Watson’s Mother inklusive eines Auftritts auf der Breminale 2013, für das das Ensemble den Förderpreis des Deutschen Musikrates 2013 erhielt, ein theatral inszeniertes Konzert in der Bremer Shakespeare Company und im Mai 2014 ein Wandelkonzert in der Villa Ichon. Ziel dieser Kooperationen ist es auch, zeitgenössische Musik mit anderen Sparten der Kunst zu vereinen. Zuletzt gastierte das Ensemble auch bei anderen Bremer Konzertreihen wie dem REM-Festival im August 2013, dem Enno Poppe Symposium der Hochschule für Künste Bremen im November 2013 und nun auch beim langjährig etablierten pro musica nova-Festival. Das längerfristige Ziel ist es, nicht nur den Großraum Bremen mit Neuer Musik zu bereichern, sondern auch nationale und internationale Gastspiele zu geben. So findet im Juli 2014 die erste Tournee nach Kassel und Berlin statt. Im September 2014 ist das Ensemble New Babylon beim Festival soundscape in Athen eingeladen. (Text: Sendesaal) LichtDesign:Willy Klose

Rolf Schoellkopf @ 16:55